H2- die vierte: Einmal auftanken, bitte!

28.05.2015 in Gefährten der Zukunft von Anna

Als ich kürzlich in Hamburg im Urlaub war, sind mir die Busse der Hochbahn aufgefallen, die mittels eines Hybridmotors mit Wasserstoff betrieben werden. Leise und sauber gleiten sie dahin… Dann habe ich etwas recherchiert und festgestellt, dass Hamburg in Bezug auf die Wasserstoff- Tankstelleninfrastruktur Vorreiter ist, Vattenfall nahm in der Hafencity den Betrieb einer Tankestelle auf, weitere sollen folgen. Im Folgenden Video besagte Tankestelle im Praxistest:

http://www.spiegel.de/video/auto-mit-brennstoffzelle-wie-der-wasserstoff-in-den-tank-kommt-video-1202606.html

Chemieindustrie mit ins Boot holen?

28.05.2015 in Gefährten der Zukunft von Anna

Der größte Knackpunkt des Wasserstoffantriebs ist wie bei Elektroautos die fehlende Infrastruktur von Wasserstofftankstellen. In Frankfurt bin ich kürzlich auf ein Konzept gestoßen, was aufhorchen lässt:

Der Industriepark Höchst wirbt damit, dass das Abfallprodukt Wasserstoff, das beim Gewinnungsprozess von vielfältigen chemischen Produkten, wie z.B. Chlor, übrig bleibt, an sogenannten Wasserstofftankstellen in gasförmiger Form zur Verfügung gestellt wird.

Jedoch kann dies nur eine Option für Regionen mit ansässiger Chemieindustrie respektive Chlorproduktion sein. Für den Großraum Berlin würde es zum Beispiel nicht in Frage kommen. Eine flächendeckende, deutschlandweite Infrastruktur mit Wasserstofftankstellen wäre somit durch diesen Ansatz nicht realisierbar. Für den bevölkerungsreichen Ruhrpott, die Niederrhein- und die Rhein- Main- Region wäre das Konzept jedoch interessant.
Was denkt ihr darüber?

Was kann das H2- Auto?

28.05.2015 in Gefährten der Zukunft von Anna

Weitere Eckdaten zur Technik: Toyota brachte im Juni 2014 mit dem FCV ein serienreifes Wasserstoff- Auto heraus.

Das Fahrzeug wird mittels einer Brennstoffzelle in Verbindung mit einem Elektromotor betrieben: durch die chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff wird elektrische Energie generiert, welche dann den Elektromotor antreibt.
Im Vergleich zu ausschließlich durch Batterien betriebenen Autos bietet dieser Antrieb eine Reihe wesentlicher Vorteile:

  •  die Autos können in kurzer Zeit betankt werden und müssen nicht über Stunden an der Steckdose  aufgeladen werden
  • in Bezug auf die Reichweite kann es das Wasserstoffauto durchaus mit Benzinern aufnehmen- mit einer „Tankladung“ d.h. sechs kg im Druckbehälter gespeicherten Wasserstoffs- kommt der Toyota FCV ca. 500 km weit

 

 

Dies bedeutet, dass Autofahrer ihre Gewohnheiten, die ja bekanntlich am schwierigsten zu beeinflussen sind, kaum ändern müssten.

Aber wollen wir wirklich weiterhin aufs Auto als Verkehrsmittel der Zukunft setzen?

Flüchtiges Gas als Antrieb?- Das Wasserstoffauto, die erste

28.05.2015 in Gefährten der Zukunft von Anna

In den letzten Jahren ist Wasserstoff als alternativer Kraftstoff für Autos immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Daher möchte ich in den nächsten Wochen die Möglichkeiten Autos mittels Wasserstoff zu betreiben, einmal unter ökologischen und praktischen Gesichtspunkten näher unter die Lupe nehmen.

Vorteile eines durch Wasserstoff betriebenen Autos wären wie beim Elektroauto die Reduzierung der gesundheitsschädlichen Abgase. Bei der Verbrennung von Wasserstoff in
einem Motor, d. h. bei der Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff, werden nahezu keine schädlichen Abgase freigesetzt.

Wie auch beim Elektroauto, kommt es bei der Ökobilanz des Wasserstoffautos einerseits darauf an, wie energieintensiv der Gewinnungsprozess des Wasserstoffs ist und andererseits aus welchen Quellen der zum Betrieb der Brennstoffzelle benötigte Strom stammt.

Meist wird Wasserstoff aus Erdgas gewonnen: Bei hoher Temperatur und Druck erfolgt durch ein spezielles Verfahren, der Elektrolyse, die Abspaltung des Wasserstoffs von Kohlendioxid und Kohlenmonoxid. So resultieren die hohen indirekten CO2- Emissionen dieses alternativen Antriebs vor allem vom Herstellungsprozess des Gases. Für die Umweltverträglichkeit des Wasserstoffantriebs  wäre es daher erforderlich, dass die elektrische Energie bei der Gewinnung des Gases mittels erneuerbaren Energieträgern generiert wird. Das ist aktuell durch den deutschen Strommix nicht zu leisten, und auch technisch schwer zu realisieren.

Mein Zwischenfazit: schaut man hinter die Kulissen, entdeckt man wie beim Elektroauto den Haken an der Sache. Wegen seiner problematischen Energiebilanz kann das Wasserstoffauto wie das Elektroauto bei der Wende hin zu nachhaltig gestalteter Mobilität (aktuell?) nur ein Baustein unter vielen sein, und dann vor allem im Rahmen von Car- Sharing- Konzepten.

Wasserstoffauto = öko?

Völkerverständigung durch technischen Fortschritt

27.04.2015 in Gefährten der Zukunft

Erneut möchte ich euch an einer meiner neuesten Mobilitätserfahrungen teilhaben lassen, die vor allem durch technischen Fortschritt möglich wurde:

kürzlich begab ich mich mit meiner Mutter auf Reisen durch Osteuropa. Ein guter Freund brachte mich auf die Idee, die gesamte Reise als Interrailtour zu planen. Er war es ebenfalls, der mich überzeugte, Unterkünfte für die Reise nicht im Vorhinein zu buchen, sondern sie zumindest für die letzten Ziele der Tour offen zu lassen und relativ spontan mittels eines bekannten Startups für Privatunterkünfte, das ich an dieser Stelle nicht namentlich nennen möchte.

Mein Fazit: alles klappte reibungslos und unkompliziert und insbesondere meine Mutter war schwer davon beeindruckt, wie ich mittels meines Minicomputers, meinem Smartphone, und mobilem Internet problemlos kurzfristig die schönsten, zentral gelegenen und günstigen Unterkünfte buchte. Auch begegneten uns durchweg unglaublich gastfreundliche Vermieter, die uns unserem Aufenthalt versüßten und durch welche wir auch einen Einblick in die jeweilige Kultur erhielten. So trägt der technische Fortschritt abgesehen von der unkompliziert Orga einer Reise auch zur Völkerverständigung bei. Ich kann euch diese Form des Reisens nur wärmstens empfehlen und falls ihr weiter Infos zur Orga und Planung benötigt, wendet euch gerne an mich.

In 80 Tagen um die Welt?

22.03.2015 in Gefährten der Zukunft

Nicht ganz, dafür aber Kraft der Sonne…

Es gab ja in der Geschichte schon viele waghalsige Flugversuche-  Otto Lilienthal, einer der ersten Flugfahrtpioniere, erprobte das Flugverhalten seiner selbst gebauten Flugapparate im Gleitflug von Hügeln aus, wobei er Ende des 19. Jahrhunderts bei einem Sturz aus 15m Höhe ums Leben kommt- Felix Baumgartner sprang im ausgehenden 21. Jahrhundert aus 39.000 m Höhe, lediglich mit einem Fallschirm ausgestattet, in die Tiefe und stellt damit einen Rekord auf, der inzwischen abermals  gebrochen wurde.

Einen vielleicht nicht gleichsam kühnen, jedoch ebenfalls beachtlichen Rekordversuch starteten die Schweizer (Kapitän ;-) ) Piccard und Borschberg in diesem Monat in Abu Dhabi: die Oberflächen der Tragflächen des ultraleichten Flugzeugs von Solarzellen gesäumt, heben sie ab zur Weltumrundung- der ersten Weltumrundung mit einem Solarflugzeug. In zwölf Etappen ist sie geplant- von Indien nach China, soll es über die USA und dann weiter nach Nordafrika gehen, und schließlich wieder in den Vereinigten Arabischen Emiraten ihren Ausgang finden.

Dabei besteht vor allem bei der Überquerung der Ozeane durch den vorprogrammierten Schlafmangel ein hohes Risiko für die Piloten. Denn einem Autopiloten kann die Steuerung des von der Spannweite her breiteren Fluggefährts als die einer Boeing 747 nicht überlassen werden. Aus diesem und weiteren technischen Gründen bezeichnen Kritiker das ganze Vorhaben als technische Spielerei, jedoch nicht als praktikabel für den Flugverkehr.

Im folgenden Video findet ihr Eckdaten zum Flugzeug und der Funktionsweise, sowie zu der geplanten Strecke:

Was denkt ihr- technische Spielerei oder zukunftsweisend?

Lust an der Last

09.03.2015 in Gefährten der Zukunft

Dieser Beitrag wird nur bedingt technisch eingefärbt sein, ich möchte ihn aber trotzdem schreiben, da ich etwas von meiner entflammten Begeisterung für ein ganz besonderes Velo transportieren (kleiner Hinweis für die Aufmerksamen unter euch… ;-) ) möchte…

Letzten Samstag war es so weit: ich fuhr zum ersten Mal in meinem Leben ein … Lastenfahrrad. Da dies die Technikgruppe ist, zunächst ein paar technische Eckdaten zu dem Vehikel, das ich fuhr:

Es handelte sich um einen Frontlader mit zwei Reifen, wobei sich die Ladefläche zwischen Lenker und Vorderrad befand. Man nennt diese Konstruktion  auch verlängerten Radstand. Da der Schwerpunkt sehr tief liegt, kann man damit Ladungen bis zu 150 kg transportieren. Bei diesen zwischen 1,50 und 2 m langen Gefährten ist der Wendekreis logischerweise sehr groß.

Ich hatte zunächst um ehrlich zu sein etwas Bammel, mit diesem Riesengefährt zu fahren, zumal es geliehen war. Ich hatte Bedenken, dass ich die Balance verlieren, das Gewichts des Rads dann nicht halten können und umkippen würde. 

Aber dann gewöhnte ich mich ganz schnell daran, damit zu fahren. Bei den Kurven muss man eben rechtzeitig einlenken und den größeren Rangierabstand kalkulieren. Kritisch war es oft dann, wenn ich beispielsweise an Ampeln hielt und dann wieder losfahren wollte. Dabei hätte ich manchmal fast das Gleichgewicht verloren. Einmal in Fahrt, war das Rad sehr leichtgängig und stabil im Fahrverhalten.

Was ebenfalls teilweise kritisch war, waren Begegnungen mit Fußgängern und anderen Fahrradfahrern. Mir war bewusst, dass ich ein Exot auf den Straßen sein würde (zumindest in Hannover). Da die anderen Verkehrsteilnehmer Lastenräder im Stadtbild nicht gewohnt sind, sind sie auch nicht mit dem Fahrverhalten vertraut. Sie rechnen nicht damit, dass du nicht so wendig bist und nicht einfach ausscheren kannst. Von vorne wirkt man mit meinem Modell auch wie ein normaler Radler, da man nicht wesentlich mehr Platz einnimmt. So kam es zu einigen brenzligen Situationen und wenn es knapp wurde konnte man bedingt durch die engen Fahrradwege oftmals nur schwer ausweichen.

Mein Fazit: Lastenrad fahren macht Spaß! Aber: Um die Verbreitung von Lastenrädern zu fördern braucht es einerseits noch viel Öffentlichkeitsarbeit, denn viele Bundesbürger wissen nicht um die vielfältigen Transportmöglichkeiten mittels Lastenrändern. Vor meinem Praktikum beim VCD hatte ich nie von Lastenfahrrädern gehört, trotzdem ich mich als begeisterte Fahrradfahrerin bezeichnen würde. Auch auf der Messe, bei welcher wir besagtes Lastenrad zu Demonstrationszwecken präsentiert hatten, war es auf Grund seines Exotenstatus ein Besuchermagnet. Mit der höheren Verbreitung würden sich auch die anderen Verkehrsteilnehmer auf Lastenfahrräder einstellen.

Andererseits braucht es einen ersthaften Ausbau der Fahrradwegeinfrastruktur seitens der Politik, damit Lastenrädern der notwendige und gebührende Platz eingeräumt wird. Die Breite der bereits existierenden Fahrradwege reicht dafür schlicht nicht aus.

Mein nächstes Projekt wird sein: entweder die Anschaffung eines privaten Lastenrades oder in meinem Wohnblock die Anschaffung und das Sharing eines gemeinsamen Lastenrades anzuregen.

7. Messe für nachhaltige Mobilität 18. - 22. März 2015 in Friedrichshafen, Bodensee

15.02.2015 in Gefährten der Zukunft von Anna

Alternative Antriebe, insbesondere die Elektromobilität, stehen im Fokus der 7. Messe für nachhaltige Mobilität, die im März 2015 in Friedrichshafen stattfindet. Dabei wird es ein großes Aktionenangebot zum Mitmachen geben; beispielsweise kann man als Besucher auf einem Testparcours Elektro-Fahrzeuge ausprobieren.
Für SchülerInnen und StudentInnen gibt es ermäßigte Eintrittskarten: 7 € zahlt man unter Vorlage des Studenten- oder Schülerausweises für eine Tageskarte. Zudem kann man das schöne Alpenpanorama inklusive Bodensee genießen.

Nähere Informationen findet ihr hier: http://www.e-mobility-world.de/

Ein Lebenszeichen- oder "Maschinen übernehmen die Weltherrschaft…"

08.02.2015 in Gefährten der Zukunft von Anna

Ihr wundert euch bestimmt, dass es die letzten zwei Monate so ruhig um mich war... neben einem Vollzeitpraktikum bin ich umgezogen, worunter meine Moderatorentätigkeit leider sehr gelitten hat. Da ich nun wieder etwas Luft habe, gelobe ich Besserung...

Um nochmal meinen Beitrag von Dezember aufzugreifen, hier ein Video, das meine Befürchtungen in Bezug auf das Autonome Fahren auf komödiantische Weise ausdrückt:

Das Google Car hat einen Bug und spielt verrückt- was bei der kleinen Knutschkugel lustig anmutet, stellt eine ernstzunehmende Sorge in Bezug auf selbstständig fahrende Autos dar. Die Frage ist vor allem, wer haftet im Fall technischen Versagens. Google, der Programmierer, der Auto“fahrer“?

Was denkt ihr? Verratet mir eure Gedanken dazu!

Batterien in die Luft

01.12.2014 in Gefährten der Zukunft von Anna

6,7 m lang, eine Spannweite von 9,5 m und angetrieben von zwei 30-Kilowatt- Motoren. Die Sprache ist von E- Fan, der Protoyp eines elektrisch betriebenen Kleinflugzeugs, den Airbus im März 2014 vorstellte. Er soll so viel kosten wie andere Maschinen seiner Größe: 300 000 US-Dollar. Ende 2017 wird die Produktion in Serie beginnen.

Aktuell kann der E-Fan laut Airbus-Technikchef Jean Botti mit seinen Batterien 35 Minuten lang fliegen. Als Ziel hat man sich eine Stunde gesteckt. Langfristig will Botti eine Version mit drei Stunden Flugzeit entwickeln lassen. Problematisch sind ebenso wie bei Elektroautos das hohe Gewicht der Akkus und die noch geringe Reichweite. Das Gewicht muss durch eine entsprechende Leichtbauweise ausgeglichen werden.

Eine weitere Problematik besteht darin, dass die Flugzeuge nach der Landung nicht gleich wieder einsatzbereit sind, wie ihre kerosinbetriebene Äquivalente, die man ja in kurzer Zeit auftanken kann. Dies könnte gegebenenfalls damit gelöst werden, dass man die Batterien nach der Landung mit einer voll aufgeladenen austauscht.

Bis ein elektrisch betriebenes Langstreckenpassagierflugzeug serienreif wird, ist es wohl noch ein langer Weg. Aber den serienmäßigen Betrieb eines Elektro- Kurzstreckenpassagierflugzeugs halte ich für eine interessante Option. Stellt euch vor, fliegen wäre auf kurzen Strecken nicht mehr so klimaschädlich? Der gesamte Geschäftsflugverkehr in Deutschland und näherer Umgebung könnte klimafreundlicher erfolgen. Gerade Kurzstrecken sind ja der Klimakiller schlechthin.

Sicher, aktuell steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen. Aber wie ich finde ein Forschungsbereich, den man weiter ausbauen sollte. Schließlich hat sich die Luftfahrtbranche auf internationaler Ebene im Bezug auf das Klima hehre Ziele gesteckt: eine Halbierung der Emissionen bis 2050- verglichen mit 2005. Damit dies kein Lippenbekenntnis bleibt, müssen grundsätzliche Umwälzungen erfolgen und es muss intensiv im Bereich der alternativen Antriebe und Kraftstoffe geforscht werden.

In diesem Fall ist meiner Ansicht nach davon auszugehen, dass durch die Weiterentwicklung der Elektroflugzeuge hin zur Serienreife allein der Fortschritt der Technik (und nicht ein Mentalitätswandel der Menschen; fliegen wird der Mensch immer und Geschäftsleute eben vor allem auf Kurzstrecken, dafür ist der damit verbundene Zugewinn an Mobilität und Komfort einfach zu schwerwiegend) der Klimaproblematik beim Fliegen von Kurzstrecken entgegenwirken könnte. Zur finanziellen Förderung derartiger Forschungsprojekte sollte auch die Politik tätig werden.

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