Lesetipp: Gute Reise – Wie wir Urlaub machen wollen

16.05.2016 in nachhaltige Weltenbummler von Marlene

Jedes Jahr sind etwa eine Milliarde Tourist*innen unterwegs. Das bietet riesige Chancen für die besuchten Länder. Und einige Probleme. In der Serie "Gute Reise – Wie wir Urlaub machen wollen" widmet sich die Süddeutsche Zeitung ethischen Fragen des Reisens. In den bisher zehn Artikeln der Serie geht es um verschiedenste Themen, unter anderem Tourismus und Menschenrechte, verbotene Souvenirs, Fotografieren auf Reisen, der Städtereise-Trend und seine Folgen, Missverständnisse beim Reisen oder auch die Frage „Wann ist Urlaub zu billig?“. Die Artikel sind von unterschiedlichen Autor*innen geschrieben, ziehen oft Expert*innen heran, geben praktische Tipps mit auf den Weg und sind teilweise durchaus kritisch.

Ich fand die Artikel bisher alle interessant und lesenswert und möchte sie Euch daher nicht vorenthalten. Alle Folgen der Serie sind kostenfrei unter sz.de/gutereise zu finden. Viel Spaß beim Lesen!

failed: Abkommen von Paris klammert Flug- und Schiffsverkehr aus

03.04.2016 in nachhaltige Weltenbummler von Marlene

Im Dezember haben sich in Paris 196 Länder auf neue Klimaziele verständigt. Die Verankerung des ehrgeizigen Ziels, Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, kann zunächst einmal als Erfolg betrachtet werden.

Wesentliche Player des Tourismus werden jedoch außen vor gelassen und nicht in die Verantwortung genommen: So gibt es keine konkreten Verpflichtungen zur Reduzierung der Emissionen im Flug- und Schiffsverkehr. Die EU hatte zwar einen weltweiten Ansatz zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes durch den internationalen Flug- und Schiffsverkehr gefordert, konnte aber keinen Verweis auf diese beiden Sektoren im Abschlussdokument durchsetzen. Entsprechende Textpassagen wurden in der finalen Version des Klimaabkommens gestrichen. Hier hat die Lobby der Luft- und Schifffahrt ganze Arbeit geleistet.

Dabei macht allein der Luftverkehr fünf Prozent des vom Menschen hervorgerufenen Klimawandels aus und der Schiffsverkehr trägt mit nahezu drei Prozent dazu bei. Zudem wird davon ausgegangen, dass der Tourismus in den kommenden Jahren ganz enorm ansteigt - und damit auch die Emissionen, die er verursacht.

Das Klimaabkommen von Paris hat in diesem Punkt versagt. Letztendlich zählt aber nicht, was niedergeschrieben ist sondern was gemacht wird. So dürfen wir (für die Fliegen ganz selbstverständlich geworden ist) das Thema nicht weiter ignorieren. Um Flüge zu vermeiden, sollten bei kürzeren Strecken umweltfreundliche Alternativen wie beispielsweise Bus oder Bahn gewählt werden. Besonders Kurzstrecken belasten die Umwelt überproportional, da Start und Landung besonders viel Energie verbrauchen. Wer in die Ferne reisen möchte, sollte darauf achten seltener zu fliegen, dafür aber länger vor Ort zu bleiben – was auch die Vorfreude und Reiseintensität erhöht –  und so die Zahl der Flüge zu reduzieren. Ein weiterer Ansatz ist es, mit einem Emissionsrechner herauszufinden, wie viele Emissionen durch die eigene Flugreise entstanden sind und hierfür einen freiwilligen Ausgleichsbetrag zu zahlen, um Klimaschutzprojekte zu unterstützen und hierdurch eine vergleichbare Menge Klimagase einzusparen. Zusammengefasst: Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren.

Quellen und weiterführende Informationen:
www.boell.de/de/2015/12/17/cop-21-und-die-vereinbarung-von-paris
www.tourism-watch.de/content/die-elefanten-im-raum
www.fairunterwegs.org/nc/news-medien/news/detail/aus-tourismussicht-bescheiden/
www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/paris-klimaverhandler-trauen-sich-nicht-an-die-grossen-umweltverpester-a-1066989.html

Hörtipp: CO2-Bilanz eines Babyboomers

22.01.2016 in nachhaltige Weltenbummler von Marlene

Vor einigen Tagen habe ich ein spannendes Radio-Feature mit dem Titel „CO2-Bilanz eines Babyboomers: Muss ich mein Leben ändern?“ entdeckt. Der Autor zieht seine persönliche CO2-Bilanz und zieht hierbei verschiedene Expert*innen zurate.

Neben Mobilität und Reisen werden auch andere Lebensbereiche wie Konsum, Ernährung und Wohnen berücksichtigt und die historische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten in diesen Bereichen betrachtet.

Am Ende kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass ihm insbesondere die jährlichen Urlaubsflüge und der Fleischkonsum die Bilanz verhageln.

Die Sendung findet Ihr zum Nachhören und Lesen auf deutschlandradiokultur.de

Flugzeug
Fliegen: Einer der sogenannten Bigpoints in der CO2-Bilanz
(c) marbli_de, „Airbus A380“
<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de">Some rights reserved</a> Bildquelle: <a href="http://www.piqs.de">www.piqs.de</a></p>

Linktipp: Selbsttest zum Ökologischen Fußabdruck

06.01.2016 in nachhaltige Weltenbummler von Marlene

Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch! Es ist die Zeit der guten Vorsätze – eine gute Zeit, um zu überlegen, was man selbst für den Klimaschutz tun kann. Im Selbsttest von bento könnt Ihr herausfinden, wie grün (oder gelb oder rot) Euer alltägliches Handeln schon ist – und wo Ihr vielleicht noch etwas verändern könnt. Mit dabei sind viele Dinge, die wir hier in der Community bereits diskutieren, wie z.B. mehr Fahrrad fahren oder weniger Fliegen. Aber auch viele Dinge des Alltags, die man bisher vielleicht gar nicht bedacht hat und leicht ändern kann.

Was sind Eure Tipps, damit der ökologische Fußabdruck in diesem Jahr noch besser wird?

Kleider machen Leute... krank

13.12.2015 in nachhaltige Weltenbummler von Marlene

Beim Wandern, in den Bergen und auf Reisen sehe ich sie... Und nun, wo es draußen nass und kalt ist, auch täglich in der Stadt. Die Rede ist von Outdoorkleidung. Wasserdicht und hochatmungsaktiv muss sie sein. Und natürlich schmutzabweisend, strapazierfähig und winddicht. Möglichst knitterfrei, geruchsfrei und antibakteriell. Zudem modisch, in trendigen Farben und mit einem sportlichen Schnitt – fertig ist die Hightech-Outdoor-Ausrüstung des modernen Stadtmenschen, die Ursprünglichkeit, grenzenloses Abenteuer und sportliche Hochleistung verspricht.

Wir wollen die Natur erleben, doch bitte so, dass wir nicht allzu sehr damit in Berührung kommen. Schon gar nicht mir ihren negativen Erscheinungsformen, die den Spaß verderben könnten. Kälte, Wind und Regen sind unerwünschte Begleiter bei einer Bergtour – die schließen wir mit einer 500 Euro-Gore-Tex-Jacke einfach aus. Dank unserer Funktionsunterwäsche bleibt unser Körper trotz des Schwitzens trocken, selbst der gute alte Käsefuß fällt den Nano-Silber-Partikeln zum Opfer. So gehen wir bestens präpariert und vermeintlich naturverbunden als Sondermülldeponie durch die Welt. Ist das alles wirklich nötig?

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