Zukunft auf zwei Rädern!

17.09.2014 in Fahrrad

Wird der Radverkehrsanteil in urbanen Räumen den Anteil des motorisierten Individualverkehrs im Jahr 2050 überholt haben? Wie viel Platz wird Radfahrern im Straßenverkehr eingeräumt werden und wie sicher können sich Radfahrer Mitte des 21. Jahrhunderts als Verkehrsteilnehmer fühlen?

Lastenrad © klarageist

Radl liegt voll im Trend. der Fahrradanteil an allen zurückgelegten Wegen hat sich zwischen 2008 und 2012 von 10% auf 13,7% erhöht Tendenz weiter steigend. (1) Vor allem in Städten und in Kombination mit anderen Mobilitätsangeboten erlebt das Fahrrad eine Renaissance. Diese Verlagerung wirkt sich gleich mehrfach positiv aus: das Plus an Bewegung hält Radelnden fit und die Verringerung der Schadstoffe, wenn Autofahrten durch´s Rad ersetzt werden, kommt auch der Gesundheit der anderen Verkehrsteilnehmer zu Gute. Radfahren spart Platz und reduziert den Lärm, das hebt die Lebensqualität in den Städten und mit Null CO2 hat auch das Klima etwas davon. E- und Lastenräder eröffnen zudem neue und schnellere Transportoptionen, erweitern so den Aktionsradius des Fahrrads und vergrößern damit dessen Verlagerungspotential.

Bike sharing © CFalk/pixelio.de

Die Bundesregierung hat den Handlungsbedarf erkannt und verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, die im Nationalen Radverkehrsplan gebündelt werden. Dazu gehört z.B. die finanzielle Förderung des Radverkehrs etwa für den Ausbau von Radwegen an Bundesstraßen, die Optimierung des rechtlichen Rahmens, die Durchführung von Imagekampagnen und das Anschieben von (Forschungs-) Projekten. Das reicht aber bei weitem noch nicht aus. (2)

Die Radverkehrsförderung vor Ort liegt vor allem bei den Kommunen und hier sieht es von Ort zu Ort noch sehr unterschiedlich aus. In Städten wie Münster herrschen fast niederländische Verhältnisse während der Radverkehrsanteil in Städten wie Chemnitz, Gera und Wuppertal 2008 noch nicht mal bei fünf Prozent lag.

Um in den bislang wenig fahrradfreundlichen Gegenden eine neue Begeisterung für das Zweirad zu entfachen, die vorhandenen positiven Tendenzen zu stärken und insgesamt einen europäischen Spitzenplatz bei der Radverkehrsnutzung einzunehmen, fordert der VCD weitere Anstrengungen in der Fahrradpolitik wie z.B.: Verdoppelung der Bundesmittel zur Radverkehrsförderung und die Erhöhung der kommunalen Mittel mit dem Ziel, jährlich insgesamt 25 € pro Kopf in Deutschland für den Fahrradverkehr aufzuwenden. Außerdem muss der Radverkehr stärker in der Stadt- und Verkehrsplanung berücksichtigt werden.
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Quellen:
1) VCD et. al.: Klimafreundlicher Verkehr in Deutschland. Weichenstellungen bis 2050. (2014), S. 18-19
2) Städtecheck Fahrradsicherheit

Bildnachweise:
Lastenrad © klarageist; Bike sharing © CFalk/pixelio.de

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