Teilen, vernetzen und aktiv bewegen, ist das der Stadtverkehr der Zukunft?

22.09.2014 in Stadt und Verkehr

Miteinander kommunizierende Autos, schwebende Busse und Bahnen, Smartphones als private Mobilitätsmanager und viel Raum für Fußgänger und Radfahrer. Wird so die Zukunft unserer urbanen Mobilität aussehen?

Faktoren wie Urbanisierung, Klimawandel, technischer Fortschritt, Demographie und unser Wunsch in lebenswerten Gegenden zu wohnen, werden auf jeden Fall unsere Städte und die Art und Weise wie wir in ihnen unterwegs sind maßgeblich verändern.   

Bereits heute wohnt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, 2050 werden es voraussichtlich mehr als zwei Drittel sein. Also über sechs Milliarden Menschen, die in urbanen Räumen mobil seien wollen und müssen. Um hier Verkehrsinfarkte zu verhindern und Lebensqualität und Klimaschutz sicherzustellen, müssen Städte neu gedacht werden. Die autogerechte Stadt ist ein Modell der Vergangenheit. (1) Aber geht es komplett autofrei? Es kommt auf eine intelligente Kombination verschiedener Verkehrsmittel bzw. Mobilitätsangebote (wie z.B. Fahrradverleihsysteme, Carsharing, Bus und Bahn) und ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Verkehrsteilnehmer an.

Diese Gleichberechtigung greift beispielsweise das in den 1990iger Jahren in den Niederlanden entwickelte Konzept »Shared Space« auf. Durch die Aufhebung der getrennten Spuren für Auto, Rad und Fußverkehr wird die gegenseitige Rücksichtnahme gefördert, denn die Auflösung der damit verbunden Rechte, führt zu subjektiver Verunsicherung und damit zu mehr Achtsamkeit und langsameren Geschwindigkeiten. Shared Spaces funktionieren jedoch nur dort, wo sich viele Menschen aufhalten und auch mutig genug sind, sich den Raum zurückzuerobern. Dann wird die Straße zum Raum. Auch in Deutschland hält das Shared-Space-Prinzip in immer mehr Kommunen Einzug in die Stadtgestaltung.

Für einen nachhaltigen Stadtverkehr brauchen wir vor allem lebendige Stadtviertel, denn nur so lässt sich das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ verwirklichen. Nur wenn Arbeiten, Einkaufen, Lernen, Freizeit, Spielen und Relaxen sich gut mixen können diese alltäglichen Aufgaben in kurzer Zeit und ohne Auto bewältigt werden. (2) 
Die Umsetzung solcher Konzepte braucht eine starke Lobby und kreative Ideen. Was sind deine Ideen für die Rückeroberung der Städte? Diskutier mit in einer unserer Themengruppen im Bereich Gesellschaft oder schreib uns deine Idee für eine Aktion!

Quellen:

1) www.zeit.de/zeit-wissen/2012/06/Stadt-Mobilitaet 
2) UBA (2011):Leitkonzept – Stadt und Region der kurzen Wege. Gutachten im Kontext der Biodiversitätsstrategie, S. 5

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